Freitag, 4. Juni 2010

Marketingziel Djihadist

Neulich auf YouTube. Ich wollte einfach mal wieder ein bisschen islamischen Fundamentalismus in bewegten Bildern studieren, als mir die Werbemitteilungen ins Auge fielen. Bei YouTube ist die angezeigte Werbung kein Zufall, sondern wird entsprechend den Suchbegriffen den potentiellen Interessen des Nutzers angepasst.

Zunächst begann ich bei YouTube nach „Allah“ zu suchen. Folgendes Werbebanner-Stillleben zeigt gleich mehrere interessante Marketingstrategien.




Zum einen, eine Partnervermittlung. Wir werden gleich eine Steigerung davon kennen lernen. Aber noch viel interessanter als die „muslimischen Kontaktanzeigen“ ist die Google-Werbung direkt im Videofenster. In einem kühnen Akt von Guerillamarketing versucht hier eine andere große Missionierungsreligion unter Allahs Anhängern zu wildern: Gottinberlin.jesus.net wirbt für Jesus. Clever, denn wer nach Allah sucht, ist womöglich noch unentschlossen und mag sich ebenso für den Herrn Jesus interessieren.

Wenn wir nun nach „Jihad“ (also in englischer Schreibweise) verlangen, müssten Produkte und Dienstleistungen angezeigt werden, die einen Djihadisten interessieren könnten. Ganz klar, der Djihadist von heute ist in der Regel jung, männlich und damit bis zum Rand voll mit Testosteron. Also wäre auch hier eine muslimische Partnervermittlung angebracht und da ist sie auch:




Eigentlich müsste Partnervermittlung in islamischen Gesellschaften ein viel lohnenderes Geschäft sein, als im christlichen Abendland. Ganz einfach deshalb, weil bereits verheiratete Männer nach wie vor Kunden einer solchen Vermittlung sein können. Streng genommen gilt das allerdings auch im christlichen Abendland. Z.B. bekommen die Kunden des Emailanbieters GMX Werbung für einen Dienstleister, der „Sextreffen“ mit Julia(24) vermittelt.




Selbstverständlich auch für lang verheiratete und kurz entschlossene Seitenspringer geeignet.

Den Vogel bei der Werbung für den Djihadisten schiesst allerdings die Werbung eines Unterwäscheherstellers, direkt im Videofenster ab:



„Unterwäsche von Schiesser“ ... für Schiesser, möchte man passender Weise ergänzen. Um auch Djihadisten im fernen Irak oder Afghanistan zu ködern, ist im Online Shop die Bestellung zudem versandkostenfrei.

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